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12.10.2018 / Inland / Seite 2

»Hier werden alle Probleme auf einmal akut«

Thema Wohnen bringt viele Studierende dazu, politisch aktiv zu werden. Auch Bessergestellte sind betroffen. Ein Gespräch mit Ronja Hesse

Ralf Wurzbacher

Ihr Verband hat aktuell die »Herbstnöte«-Kampagne »Lernen am Limit« vorgestellt. Da heißt es, Wohnraum werde »nach seiner ökonomischen Verwertbarkeit ausgerichtet« und nicht an Bedürfnissen von Menschen. Muss man das den Studierenden von heute erst klarmachen?

Die Gesetze des Kapitalismus durchdringen heute praktisch sämtliche Lebensbereiche, Wohnen ist nur einer davon. Das Problem liegt darin, dass Studierende wie viele andere auch mit dieser scheinbaren Notwendigkeit von Kind auf groß geworden sind und es in unserer Gesellschaft eben ein gutes Stück Arbeit ist, das zu hinterfragen.

Ist es also so weit gekommen, dass sie nicht nach Alternativen fragen – nicht nur bezogen auf den Wohnungsmarkt, sondern auch auf andere gesellschaftliche und globale Missstände, etwa Armut, Klimawandel, Krieg?

Ich würde nicht sagen, dass es kein Bewusstsein dafür gibt. Es hakt vor allem daran, etwas dagegen zu unternehmen, sich zu organisieren, sich zu solidarisieren und gem...

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