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11.10.2018 / Feuilleton / Seite 11

Die Theorie wurde zur Gewalt

HKW zeigt Ausstellung zu Situationisten unter dem Titel »The Most Dangerous Game«

Klaus Bittermann

Alles, was bleibt, sind Spuren von Lippenstift. Der Pop-Theoretiker Greil Marcus hat in seinem berühmten Buch »Lipstick Traces« (deutsch: »Lippenstiftspuren«) die flüchtigen Linien der Bewegungen nachgezeichnet, die sich im 20. Jahrhundert an die Arbeit der Zerstörung der Gesellschaft machten. Die Situationistische Internationale war eine dieser Bewegungen. Als eine Handvoll Künstler die Situationistische Internationale (SI) im Juli 1957 in einem Bergdorf in Ligurien gründete, nahm außer im Kosmos der avantgardistischen Kunst in der anwährenden Nachkriegszeit allerdings kaum jemand Notiz davon.

Inzwischen ist die SI schon lange museal und zum Objekt zahlreicher Ausstellungen geworden. Die neueste Ausstellung findet im Haus der Kulturen der Welt statt, unter dem Motto »The Most Dangerous Game« nach einer Collage des SI-Mitbegründers Guy Debord.

Da die SI nur wenig hinterlassen hat, was gemeinhin unter Kunst verstanden wird, erweist sie sich auch heute noch...

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