Schwarzer Kanal
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11.10.2018 / Inland / Seite 8

»Der unerträgliche Zustand ist zu beenden«

Berufungsprozess: Feministinnen unterstützen Ärztin, die über Schwangerschaftsabbrüche informierte. Ein Gespräch mit Kersten Artus

Gitta Düperthal

Am Freitag beginnt das Berufungsverfahren der Ärztin Kristina Hänel am Landgericht Gießen. Im November 2017 hat das Amtsgericht sie wegen Verstoßes gegen Paragraph 219a des Strafgesetzbuches zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt. Worum geht es?

Der Vorwurf gegen Kristina Hänel ist, dass sie auf ihrer Internetseite unerlaubt Werbung betrieben habe: Weil sie darüber informiert, dass sie Schwangerschaftsabbrüche in ihrer Praxis durchführt. Der Paragraph 219a unterscheidet nicht zwischen Information und Werbung. Die Rechtsprechung hat stets beides gleichgesetzt. Kristina Hänel wirbt auf ihrer Seite nicht, sondern stellt Informationen bereit, damit sich Patientinnen ein Bild machen können, was sie im Fall eines Abbruchs erwartet. Dies ist dringend notwendig, weil es die Zwölf-Wochen-Frist gibt. Frauen müssen sich umfassend informieren können, um eine gute Entscheidung zu treffen – auch darüber, welche Art des Abbruchs sie vornehmen. Aber das ist off...

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