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10.10.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Das System Bouteflika

Die Wut auf die Herrschenden in Algerien steigt wieder

Sofian Philip Naceur

Derzeit, also 30 Jahre nach Beginn des Massenaufstandes gegen Algeriens autoritäres Regime, brodelt es wieder im Land. Streiks unabhängiger Gewerkschaften und sozioökonomisch motivierte Proteste gehören seit Jahren zum Alltag. Die Korruption grassiert, während die beiden einflussreichsten Parteien, Präsident Abdelaziz Bouteflikas Nationale Befreiungsfront (FLN) und Premierminister Ahmed Ouyahias Nationaldemokratische Sammlung (RND), das politische Geschehen nach Belieben dominieren.

Dabei ähnelt die Lage heute der Ende der 1980er: ein explosives Gemisch aus sozialer Marginalisierung großer Teile der Bevölkerung und der politischen Frustration über die Eliten. Seit Ende des Bürgerkrieges konnte das Regime auch deshalb einen fragilen sozialen Frieden aufrechterhalten, d...

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