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08.10.2018 / Inland / Seite 4

Hungerstreik im Abschiebeknast

Protest in bayerischem Gefängnis: Kurdischen Aktivisten droht Überstellung von Bulgarien in die Türkei

Gitta Düperthal

Im bayerischen Abschiebegefängnis in Eichstätt sind seit Dienstag vergangener Woche mehrere Gefangene in den Hungerstreik getreten. Es gibt unterschiedliche Versionen, warum sich wie viele Menschen daran beteiligen. Am Donnerstag hätten zehn Menschen die Nahrungsaufnahme verweigert, am Freitag seien es bereits zwischen 27 und 31 Insassen gewesen, berichtete Johanna Böhm vom »Bayerischen Flüchtlingsrat« im Gespräch mit junge Welt. Dies hätten Verwandte und Freunde nach dem Besuch bei ihren Angehörigen berichtet. Ein Sprecher des Nürnberger Bündnisses für Frieden in Kurdistan erklärte gegenüber dieser Zeitung am Freitag, der Protest richte sich gegen die Abschiebungen und die Bedingungen in der Abschiebehaft.

Das bayerische Innenministerium bestritt diese Informationen auf Nachfrage von junge Welt. Am Freitag nachmittag hieß es, nur ein Gefangener protestiere auf diese Weise, zuvor seien es lediglich vier Personen gewesen. Der verbliebene Hungerstreikende –...

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