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08.10.2018 / Leserbriefe / Seite 14

Aus Leserbriefen an die Redaktion

Würde im Kapitalismus

Zu jW vom 1.10.: »›Schöne Worthülsen nutzen niemandem‹«

Die »Alternative Einheitsfeier« in Berlin, die ich für wichtig halte und unterstütze, trägt diesmal das Motto »Die Würde des Menschen ist unantastbar«. Dieser erste Artikel des Grundgesetzes veranlasst mich gerade in diesem Zusammenhang zu folgenden Überlegungen: Wäre er nicht so allgemein gehalten, stünde er wohl nicht in der provisorischen – seit 1990 gesamtdeutschen – »Verfassung«.

Was bedeutet »Würde« in einer kapitalistischen Gesellschaft? Ist sie garantiert durch Geburt, durch Ansehen, durch Geld, durch Leistung oder durch »Menschsein« allgemein? »Der Mensch«, das dürfte jedem, der einigermaßen im dialektischen Materialismus Bescheid weiß, klar sein, diesen allgemeinen, abstrakten Menschen gibt es nicht. Geht man von realen Individuen aus und vom materiellen Lebensprozess in den jeweiligen Entwicklungs- und Produktionsprozessen der Gesellschaft, so ist der zitierte Satz ei...

Artikel-Länge: 5728 Zeichen

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