Der Schwarze Kanal
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05.10.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Plädoyer für Planwirtschaft

Wie könnte die Zukunft der Arbeit aussehen? Das hängt davon ab, in welchem System sie verrichtet wird

Laura Meschede

Kürzlich, auf dem Hautkrebskongress in Stuttgart, haben 58 Ärzte aus 17 verschiedenen Ländern versucht, Muttermale von Hautkrebs zu unterscheiden. 58 Ärzte – und eine Maschine. Es waren gute Ärzte. Aber die Technik war besser. Das Künstliche Neuronale Netzwerk, das vor der gleichen Aufgabe stand, hat den Krebs auf mehr Bildern richtig identifiziert als die Ärzte.

Ist das ein Grund zur Freude oder ein Grund, Angst zu haben? Die Antwort darauf hängt davon ab, wem die Technik gehört. »Produktivität« ist ein Versprechen. Sie verspricht weniger Arbeit und mehr Reichtum. Künstliche Intelligenz verspricht einen enormen Zuwachs an Produktivität: Hunderttausende Hypochonder könnten auf ihrem Handy überprüfen, ob ihr Muttermal Anlass zur Sorge gibt – und den Arzt nur dann konsultieren, wenn es tatsächlich so ist. Also: weniger Arbeit für Ärzte? Und, wenn man all die anderen neuen Technologien mit einbezieht: weniger Arbeit für uns alle? Unwahrscheinlich. Zumindest ...

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