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04.10.2018 / Thema / Seite 12

In diplomatischer Mission

Hans Modrow, der frühere Bezirkssekretär der SED und kurzzeitige Vorsitzende des Ministerrats der DDR, war im September zu Besuch auf der koreanischen Halbinsel und in China. Man schätzt dort seine Erfahrungen

Frank Schumann

Das Haus war größer, schöner und moderner als damals. Doch es war dasselbe Hotel in Beijing, in dem Hans Modrow sechzig Jahre zuvor schon einmal abgestiegen war. Den alten Teil hatte man in den neuen Trakt organisch integriert. Das schien fast symbolisch. Und war nicht nur Indiz des feinen Gespürs der Gastgeber für Geschichte und Gesten, sondern auch Hinweis darauf, dass man im Fernen Osten einen anderen Umgang mit den Alten pflegt. Dort sucht man deren Rat und Nähe, fragt nach politischen Erfahrungen, während man sie hierzulande eher als lästig empfindet, weil sie die eigenen Kreise stören.

Der 90jährige Hans Modrow war auf Einladung in China und in Korea unterwegs – im Norden und im Süden der Halbinsel. Dass in jenen Septembertagen Südkoreas Präsident Moon Jae In seinen Amtskollegen Kim Jong Un im Norden besuchte, war Zufall und auch wieder nicht. Modrows Mission hatte mit dem Gipfeltreffen durchaus zu tun. Doch Moons Staatsbesuch mit einem Tross von 80...

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