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02.10.2018 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Versprechen gebrochen

Armutslöhne und Überstunden gehören bei Textillieferanten immer noch zum Alltag

Bernd Müller

Es ist ein großes Versprechen gewesen, das der Modekonzern H&M im November 2013 gegeben hatte: Binnen fünf Jahren wollte das Unternehmen die Vergütungsstrukturen in den Zulieferbetrieben verändern. Rund 850.000 Arbeitern sollten fortan existenzsichernde Löhne gezahlt werden. Nun hat die Nichtregierungsorganisation »Clean Clothes Campaign« (Kampagne für saubere Kleidung) überprüfen lassen, was aus der Ankündigung geworden ist. Der Bericht, der in der vergangenen Woche vorgestellt wurde, ist ernüchternd.

Für die Recherchen wurden 62 Arbeiterinnen in sechs Fabriken in Bulgarien, der Türkei, Indien und Kambodscha befragt. Keine der Interviewten erhält einen auch nur ansatzweise existenzsichernden Lohn. Von dem, was als existenzsichernd gilt, bekommen die Näherinnen in Indien und der Türkei nur etwa ein Drittel und in Kambodscha weniger als die Hälfte. Die Befragten in der bulgarischen, von H&M als »Gold«-Zulieferer ausgezeichneten, Fabrik erhielten fü...

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