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02.10.2018 / Ausland / Seite 7

Bejubelte Niederlage

In Mazedonien scheitert Referendum zur Umbenennung des Staates. Premier Zaev will mit westlicher Hilfe trotzdem Verfassung ändern

Roland Zschächner

Das Referendum in Mazedonien ist gescheitert – indes nicht für Premierminister Zoran Zaev und seine westlichen Unterstützer. Bei der »konsultativen« Volksbefragung am Sonntag haben 91,5 Prozent der Wahlberechtigten mit ja gestimmt, 5,6 Prozent votierten dagegen, wie die staatliche Wahlkommission meldete. Doch lediglich 36,87 Prozent der Wähler beteiligten sich, nicht genug, um das notwendige Quorum von mehr als 50 Prozent zu erreichen. Gefragt wurden die Wähler, ob sie »für die Mitgliedschaft in der EU und der NATO unter Annahme der Vereinbarung zwischen der Republik Mazedonien und der Republik Griechenland« seien.

Der sozialdemokratische Regierungschef Zaev erklärte noch am Sonntag: »Die Bürger Mazedoniens haben eine wichtige Entscheidung getroffen«. Die Mehrheit habe sich für seine Politik entschieden, so schnell wie möglich, Mitglied der NATO und der Europäischen Union zu werden. Um dies umsetzen zu können, musste der langjährige Streit mit Griechen...

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