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29.09.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

EU scheint zu handeln

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Vor einem Monat habe ich diese Kolumne mit »Heikos Seifenblase« überschrieben. Jetzt frage ich mich, ob Deutschlands Außenminister Heiko Maas nicht einen veritablen Luftballon aufgepustet hat. Es geht dabei um die Sanktionen der USA gegen den Iran. Sie sollen ab November auch auf die Unternehmen in aller Welt ausgeweitet werden, die es wagen, mit den Iranern weiter Geschäfte zu betreiben. Das Druckmittel der USA ist höchst wirksam. Solchen Unternehmen wird angedroht, vom größten Markt der Welt, dem der Vereinigten Staaten, ausgesperrt zu werden.

Dass die US-Regierung es mit dieser Drohung ernst meint, hat Trumps Vorgänger Barack Obama gezeigt. Als die von der UNO beschlossenen Sanktionen gegen den Iran noch galten, haben US-Staatsanwälte der französischen Großbank BNP Paribas eine Strafe von neun Milliarden Dollar aufgebrummt, weil sie Geschäfte mit dem Iran vermittelt und die entsprechenden Überweisungen gemacht hat. Die Bank zahlte, um in den USA weiter...

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