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28.09.2018 / Thema / Seite 12

Historisches Trauma

Der Namensstreit um Mazedonien hat für die griechischen Kommunisten nicht nur eine geostrategische Dimension – es geht auch um die eigene Geschichte

Dennis Püllmann

»Namensstreit um Mazedonien beigelegt«, vermeldete die »Tagesschau« am 12. Juni 2018 über die Einigung zwischen dem griechischen und dem mazedonischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras und Zoran Zaev. Die Wende dürfte bereits im Oktober 2017 während des Staatsbesuches von Tsipras in Washington eingeleitet worden sein. Bei der Instruierung des griechischen Ministerpräsidenten standen sicherheitspolitische Fragen im Mittelpunkt: der Ausbau des für die Kontrolle des südöstlichen Mittelmeerraumes wichtigen Militärstützpunktes auf Kreta und eine Modernisierung der fast ausschließlich aus US-amerikanischen F-16-Kampfjets bestehenden griechischen Luftwaffe. Sicherlich wurde hier auch über den bislang durch ein Veto Griechenlands blockierten Beitritt des zur Stunde noch »Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien« (EJRM, englisch FYROM) heißenden Staates zur NATO gesprochen, über den die Bürger der EJRM nun am 30. September ebenso abstimmen wie über ihren künft...

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