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27.09.2018 / Inland / Seite 5

Repression bei Ryanair

Fluggesellschaft tritt Streikrecht mit Füßen. Keine Fortschritte bei Tarifverhandlungen

Susanne Knütter

Bei Ryanair kommt einiges zusammen. 70 Prozent der Flugbegleiter in Deutschland sind Leiharbeiter. Sie befinden sich zum Teil bis zu acht Jahren in Kettenbefristungen. Der größte Teil der Kabinenbeschäftigten kommt aus dem europäischen Ausland. Sie gehen bei einem Streik ein großes Risiko ein. Das machte die Gewerkschaft Verdi auf ihrer Pressekonferenz am Mittwoch in Berlin deutlich.

Während des ersten und bisher einzigen Warnstreiks der Ryanair-Flugbegleiter in Deutschland am 12. September reagierte die Geschäftsführung äußerst repressiv. So behauptete die Fluggesellschaft, dass der Streik aufgrund einer angeblich einzuhaltenden Ankündigungsfrist von 24 Stunden illegal sei, was zu einer starken Verunsicherung bei den Beschäftigten geführt hat. Darüber hinaus wurden Führungskräfte an mehrere Stationen entsendet, die Streikende fotografierten und überwachten. Allen Streikenden wurde der Status »unentschuldigter Entzug der Arbeitskraft« bescheinigt – sogena...

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