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22.09.2018 / Inland / Seite 4

Räumung statt Ruhe

Aktivisten im Hambacher Forst: Polizei gefährdete vor tödlichem Unfall mehrfach Menschenleben

Manuela Bechert

Der Irrsinn geht weiter: Nicht einmal 24 Stunden nachdem der junge Journalist Steffen Horst Meyn im Hambacher Forst zu Tode gekommen ist, hat die Polizei die Räumung des Waldes fortgesetzt, der ab Mitte Oktober dem Braunkohleabbau weichen soll.

Entgegen offiziellen Angaben von Polizei und Innenministerium hat es auch einen Polizeieinsatz in unmittelbarer Nähe des Unglücksortes gegeben. Aktivisten und Reporter schilderten am Donnerstag abend und am Freitag im Gespräch mit junge Welt ihre Sicht der Dinge. Ein Video zeigt, dass sowohl eine Hebebühne als auch ein Kletterpolizist im Einsatz waren, als der junge Fotojournalist durch die Bretter einer Hängebrücke rund 20 Meter zu Boden stürzte und seinen Verletzungen noch am Unfallort erlag.

Den Bewohnern des Hambacher Forstes geht es nicht um Schuldzuweisungen. Es ist ihnen wichtig, über die Umstände im »Hambi«, wie sie den Wald liebevoll nennen, zu sprechen. Klar ist nicht nur, dass es einen Polizeieinsatz a...

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