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19.09.2018 / Inland / Seite 2

»Wir sind die neuen Nachbarn«

Aktionsherbst in Berlin: Mietshaus in Kreuzberg besetzt. Vereinbarung ausgehandelt, Zukunft aber ungewiss. Ein Gespräch mit Max Polder

Jan Greve

Sie haben am 8. September ein Mietshaus in der Großbeerenstraße 17A in Berlin-Kreuzberg besetzt. Wieso dort?

In der Nachbarschaft ist seit langem bekannt, dass dort Wohnungen leerstehen. Das betrifft auch zwei Gewerberäume, in denen früher ein Friseursalon und ein Weinkeller waren. Drei Wohnungen sind noch vermietet.

Wer sich in Kreuzberg für Stadtpolitik interessiert, stößt immer wieder auf dieses Haus. Die Menschen stehen unter einem hohen Druck, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Es gibt in dem Bezirk viel Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen, ebenso Luxussanierungen. Wir haben dann entschieden, den Leerstand zu beenden, und haben zwei Wohnungen in dem Haus besetzt.

Wer ist wir?

Wir sind eine Hausprojektgruppe von Leuten, die schon lange im Viertel wohnen und Erfahrungen mit Verdrängungsprozessen gemacht haben. In dem Zusammenhang haben wir darüber diskutiert, wie wir mit Leerstand umgehen.

Wie ging es nach der Besetzung weiter?

So wie üblich: Die P...

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