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18.09.2018 / Inland / Seite 2

Aktivisten aus dem Wald gezerrt

Hambacher Forst: Kritik an der Räumung nun auch aus Reihen der Polizei

Wolfgang Pomrehn

Im Hambacher Forst, zwischen Köln und Aachen im rheinischen Braunkohlerevier gelegen, ging am Montag die Räumung von Baumhäusern weiter. Ab Oktober will RWE dort roden. Am fünften Tag in Folge versucht ein Aufgebot von mehr als 3.000 Polizisten mit Räumpanzern und Wasserwerfern, die Bewohner von über 50 Baumhäusern aus dem Wald zu vertreiben. Offizielle Begründung ist der Brandschutz, den das Bauministerium in Düsseldorf nach sechs Jahren plötzlich nicht mehr gewährleistet sieht. Die Waldbesetzer werden also nach Lesart der konservativ-liberalen Landesregierung zu ihrem eigenen Schutz aus dem Wald gezerrt.

Bei ihrer »Vollzugshilfe für die Bauaufsicht«, so die offizielle Wortwahl für einen der größten Polizeieinsätze in der Geschichte Nordrhein-Westfalens, lässt sich die Polizei offenbar nicht gerne zuschauen. Am Sonntag, als bis zu 9.000 Menschen an einem »Waldspaziergang« teilnahmen, wurde verschiedenen Journalisten der Zutritt zum Wald verwehrt, wie aus...

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