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17.09.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

The Real Deal

Mitarbeiter der Metro-Tochter verzichteten wegen schlechter Geschäftslage auf Gehalt. Nun wird die Einzelhandelskette trotzdem verkauft

Elmar Wigand

Die meisten der rund 34.000 festangestellten Beschäftigten und mehrere tausend Leiharbeiter der Supermarktkette Real dürften spätestens seit dem 13. September klarer sehen. Sie wurden Opfer eines Täuschungs- und Betrugsmanövers, das vermutlich legal, aber deshalb nicht weniger hintertrieben ist. Die Metro AG gab bekannt, dass sie Real schnellstmöglich verkaufen will. Ziel sei keine Zerschlagung, sondern eine Komplettübernahme. Die Wirtschaftspresse nennt Amazon, die Schweizer Kette Migros oder die üblichen Finanzheuschrecken als mögliche Interessenten.

Das Pikante an der Entwicklung: Genau mit dieser Androhung hatte Real die Gewerkschaft Verdi und den Metro-Konzernbetriebsrat (KBR) unter Leitung des Duisburger Real-Verkäufers Werner Klockhaus nach einem durchwachsen verlaufenen Streik 2015 weichgeklopft: »Entweder macht Verdi Zugeständnisse, oder Real mit seinen 283 Märkten wird aufgeteilt und verkauft. Wir haben nächtelang zäh verhandelt – unser CEO Olaf...

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