14.09.2018 / Inland / Seite 2

»Es könnte wieder Berufsverbot drohen«

Nächster Prozess gegen Heidelberger Lehrer. AfD klagt wegen angeblicher Störung von Veranstaltung. Ein Gespräch mit Michael Csaszkóczy

Gitta Düperthal

Am heutigen Freitag müssen Sie sich wegen Hausfriedensbruchs vor dem Heidelberger Amtsgericht verantworten. Die AfD klagt gegen Sie, weil Sie sich weigerten, eine zuvor von ihr als öffentlich erklärte Veranstaltung in der Stadtbücherei Heidelberg zu verlassen. Worum geht es?

Die AfD hat es grundsätzlich schwer, in Heidelberg öffentliche Räume für ihre Veranstaltungen zu bekommen. Mehrfach hatte sie das unter falschen Angaben versucht. Am 12. Mai 2017 war es Parteivertretern gelungen, für die Veranstaltung »Ein Jahr AfD-Fraktion im Landtag« die Stadtbücherei anzumieten – ausgerechnet den Hilde-Domin-Saal, benannt nach der jüdischen Dichterin. Ich war dort zusammen mit insgesamt 20 der Partei nicht allzu wohlgesonnenen Menschen. Auf der anderen Seite erschienen nur sieben explizite Anhänger. Daraufhin hieß es, die zuvor als öffentlich deklarierte Veranstaltung sei jetzt keine solche mehr, sondern eine private. Rüdiger Klos, AfD-Abgeordneter im baden-württem...

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