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15.09.2018 / Ausland / Seite 6

Freilassung gefordert

Wachsende Solidarität für in der Türkei inhaftierten Journalisten Max Zirngast

Alp Kayserilioglu

Die türkischen Behörden spielen auf Zeit und verstärken so den Druck auf den seit Dienstag inhaftierten österreichischen Journalisten und jW-Autor Max Zirngast. Bis Redaktionsschluss am Freitag war noch immer kein Anhörungstermin für den in Ankara Festgehaltenen angekündigt, obwohl am Samstag die reguläre Höchstdauer für Untersuchungshaft endet. Eine Verlängerung ist nur auf gesonderten Antrag hin möglich.

Wie das Internetportal Re:volt Magazine, für das Zirngast ebenfalls tätig ist, am Freitag berichtete, wird er durch die Polizei psychologischem Druck ausgesetzt. Nach Angaben von Tamer Dogan, einem der Anwälte Zirngasts, soll er zu einem »freundschaftlichen Vorgespräch« durch die Polizei »eingeladen« worden sein. Dabei sei er auf illegale Art scheinbar Belangloses gefragt worden. Zirngast habe das Gespräch mit Hinweis auf dessen Rechtswidrigkeit abgelehnt und verlangt, seinen Anwalt hinzuzuziehen. Daraufhin sei ihm vorgeworfen worden, den türkischen ...

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