12.09.2018 / Antifa / Seite 15

Ultrarechte Strategen

Belgiens »Identitäre« wollen Marsch durch die Institutionen, aber auch auf bewaffneten Kampf vorbereitet sein

Gerrit Hoekman

»Der Tag der Gewalt wird kommen, und ich weiß, welche Seite vorbereitet sein wird und welche nicht.« Sätze wie dieser, hingeschrieben in einem geschlossenen Chatroom, haben dem 25 Jahre alten Belgier Dries Van Langenhove und seinen Gesinnungsgenossen am Freitag eine Hausdurchsuchung eingebracht. Dies berichtete noch am selben Tag die niederländischsprachige belgische Tageszeitung De Morgen.

Hintergrund war eine Reportage des TV-Magazins »Pano« über die Aktivitäten der identitären Gruppe »Schild en Vrienden« (Schild und Freunde), deren Kopf und Gründer Van Langenhove ist. Die Fernsehjournalisten bewegten sich bei ihren Recherchen in einem Sumpf aus Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus. Das Team hatte sich in den geschlossenen Chatroom eingeschlichen und damit Zugriff auf über 67.000 Beiträge erhalten. Etwa 190 Personen diskutierten unter anderem Pläne, wie die Macht in Flandern zu erreichen wäre. »Es ist Zeit für einen Marsch durch die Institu...

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