12.09.2018 / Inland / Seite 4

Geheimdienstzeugen im Visier

Im Bundestag wird der »Fall Amri« untersucht. Auch Verfassungsschutzchef Maaßen soll aussagen

Der Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Attentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt nimmt am Donnerstag dieser Woche seine Arbeit nach der Sommerpause wieder auf. Auf der Zeugenliste steht unter anderem eine Sachbearbeiterin des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), das einen V-Mann im Umfeld des mutmaßlichen Haupttäters Anis Amri platziert hatte. Maaßen hatte dies noch lange nach dem Anschlag am 19. Dezember 2016 verleugnet. Auch das Parlament war falsch informiert worden. Die Bundesregierung hatte im Januar 2017 auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen geantwortet: »Im Umfeld des Amri wurden keine V-Leute des BfV eingesetzt.« Eine glatte Lüge.

In den kommenden Sitzungswochen will der Bundestagsausschuss nach »Lia Freimuth« – so der Deckname der Sachbearbeiterin – noch weitere BfV-Mitarbeiter vernehmen, bevor Maaßen selbst als Zeuge geladen wird. Dies teilte das Büro der Obfrau...

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