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11.09.2018 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Wer sich’s leisten kann

Chemieindustrie: Arbeiter sollen zwischen mehr Freizeit oder Geld wählen dürfen

Stefan Thiel

An den letzten Streik in der bundesdeutschen Chemieindustrie können sich wohl nur noch die Älteren erinnern. Zuletzt traten die Arbeiter der Branche im Jahre 1971 für vier Wochen in den Ausstand. Allein 55.000 waren von der Aussperrung durch die Kapitalseite betroffen. Damals ging es auch noch um kräftige Lohnsteigerungen: Mindestens elf Prozent forderte seinerzeit die Industriegewerkschaft Chemie, Papier, Keramik (IG CPK).

Doch all dies ist lange her. Linke Gewerkschafter wurden systematisch aus dem Funktionärsapparat gedrängt, und die IG CPK vereinigte sich 1997 mit weiteren Organisationen zur IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Letztere steht seit langem beispielhaft für eine konfliktfreie »Sozialpartnerschaft«. Tarifrunden in ihrem Organisationsbereich finden in der Regel mehr oder weniger ausschließlich in Konferenzräumen statt. Das wird auch in diesem Jahr so sein. Die am vergangenen Mittwoch begonnenen bundesweiten Verhandlungen für die rund 580....

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