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10.09.2018 / Ausland / Seite 6

Noch nicht erzählte Geschichten

Die Ausbeutung von Arbeitsimmigranten in den USA ist kein Stoff für Hollywoodfilme

Mumia Abu-Jamal

Man kann über die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump sagen, was man will, aber eines ist sicher: Vom ersten Tag an war Migration das Thema Nummer eins. Genauer gesagt, beherrschte die angebliche Angst der US-Bürger vor der »wachsenden Flut von Migranten« – insbesondere von Mexikanern oder anderen »nichtweißen« Einwanderern – den öffentlichen Disput.

Vor einigen Tagen las ich das Buch »No One is Illegal. Fighting Racism and State Violence on the US-Mexico Border« des Autorenduos Justin Akers Chacón und Mike Davis (Haymarket Books, Chicago). Dabei habe ich buchstäblich auf fast jeder Seite etwas Neues gelernt, vor allem über die erschütternde Geschichte, wie Einwanderer in den Vereinigten Staaten von Amerika im Laufe der Zeit behandelt wurden.

Die jüngere Einwanderungsgeschichte der USA wird meistens aus der Perspektive betrachtet, dass es je nach Konjunkturlage der Ökonomie um die jeweilige mehr oder weniger große Nachfrage nach Arbeitsmigranten aus Ch...

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