08.09.2018 / Feuilleton / Seite 11

Armut ausgrenzen

Bettina Kenter-Götte

In einer großen deutschen Tageszeitung schrieb ein Gastkommentator, es gebe keine Armut in Deutschland. Aufgebracht schlug ich in einem Leserbrief vor, doch mal Betroffene zu Wort kommen zu lassen statt ahnungsloser Experten ohne Armutserfahrung. Daraufhin meldete sich die Redaktion der Meinungsseite der großen Zeitung und meinte, es könne doch »interessant sein, wenn Sie selbst eine Außenansicht schrieben. Nicht als Replik, sondern aufgrund Ihrer Erfahrungen. Was denken Sie?«

Gute Idee, dachte ich, und die Redaktion konkretisierte ihr Angebot, »der teils akademischen Diskussion um Hartz IV einen Erlebnisbericht gegenüberzustellen. Also einen möglichst anschaulichen Einblick in die Realität eines Hartz-IV-Beziehers zu geben.« Für 6.500 Zeichen wurde mir »ein kleines Honorar, eher eine Aufwandsentschädigung von 240 Euro« in Aussicht gestellt. Ich schrieb nach Rücksprache vor allem über Hartz-IV-Sanktionen, mein Text war der Redaktion dann abe...

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