06.09.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Staat über Jahre geprellt

Steuerfahnder verstärken Ermittlungen wegen Cum-ex-Finanzgeschäften. Fiskus könnten zehn Milliarden Euro entgangen sein

Ralf Wurzbacher

Die Ermittlungen zu milliardenschweren Betrügereien mit sogenannten Cum-ex-Geschäften wurden nochmals ausgeweitet. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Dienstag mitteilte, gehen die Strafverfolger inzwischen in sieben Verfahrenskomplexen dem Verdacht der Steuerhinterziehung durch Tricks mit Dividendenpapieren nach – Ende der Vorwoche war noch von sechs die Rede. Bei dem neuen Fall stehe man noch am Anfang, allerdings liege ein Schaden in Höhe von sicherlich mehr als zehn Millionen Euro vor, erklärte ein Behördensprecher. Zu beteiligten Personen und Finanzinstituten machte er aus polizeitaktischen Gründen keine Angaben.

Bei den anderen von hessischen Fahndern untersuchten Vorgängen soll der Fiskus um insgesamt mehr als 760 Millionen Euro erleichtert worden sein. Davon seien bereits 450 Millionen Euro zurückerstattet worden. Befasst sind mit der Materie auch andere Staatsanwaltschaften, etwa die in Köln und München. Laut Auskunft des Bunde...

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