06.09.2018 / Ausland / Seite 7

Feuer als Waffe

In Kurdistan brennen die Wälder. Ziel ist nach Ansicht kurdischer Politiker die Vertreibung der Bevölkerung

Nick Brauns

Kurdistan brennt. In den kurdischen Siedlungsgebieten der Türkei aber auch im von Ankara besetzten Kanton Afrin in Nordsyrien und der Autonomieregion Kurdistan-Irak lodern seit Wochen verheerende Waldbrände. Tausende Hektar Wald und Anbauflächen fielen den Flammen bereits zum Opfer. Es handelt sich um gezielte Brandstiftung durch die Armee. Unter dem Vorwand von »Militäroperationen« oder »Sperrgebieten« legen die Soldaten systematisch Feuer, erklärte die Abgeordnete der linken Demokratischen Partei der Völker (HDP), Dersim Dag, Ende Augst gegenüber der Nachrichtenagentur Firat. Ziel des Staates sei die Entvölkerung der Region durch die Zerstörung der Natur. Betroffen sind im Osten der Türkei die Region um die Kreisstadt Lice, die Provinz Tunceli und das Bergland an der türkisch-irakischen Grenze.

Weder das Forstwirtschaftsamt noch die nach Absetzung der linken Bürgermeister unter staatlicher Zwangsverwaltung stehenden Stadtverwaltungen unternehmen etwas z...

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