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05.09.2018 / Ansichten / Seite 8

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Neue Strukturen für die Bundeswehr

Jörg Kronauer

Jetzt steht es fest: Auf knapp 60 Milliarden Euro soll der deutsche Militärhaushalt nach dem Willen der Bundeswehr in kaum fünf Jahren steigen. Bereits dieses Jahr liegt er mit 38,5 Milliarden Euro rund 1,5 Milliarden über dem Vorjahreswert; für 2019 ist eine Zunahme um mehr als elf Prozent eingeplant. Das reicht ihr nicht, verkündet die Truppe – und sie begründet das umfassend in ihrem neuen »Fähigkeitsprofil«, das seit Montag in der Geheimschutzstelle des Bundestags ausliegt. Sollen die ehrgeizigen Aufrüstungsvorhaben, die die Militärs darin festgehalten haben, umgesetzt werden, dann kostet das eine Menge Geld: mindestens 50 Prozent mehr, als die Bundeswehr heute zur Verfügung hat. Eine Steigerung der Zuwendungen um die Hälfte – davon können etwa Hartz-IV-Bezieher nur träumen.

60 Milliarden Euro – sind das alles haltlose, völlig vermessene Forderungen, die sich die Bundeswehr da vorzubringen erdreistet? Ja und nein. »Kanonen statt But...

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