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05.09.2018 / Ausland / Seite 7

Kritik an Urteil

Schuldspruch und sieben Jahre Haft für zwei Reporter in Myanmar

Thomas Berger

Am Montag hat ein Gericht in Myanmar das Urteil gegen zwei Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters gefällt. Die Angeklagten müssen für sieben Jahre ins Gefängnis. Sie hatten im vergangenen Jahr über die Vorgänge um die Massenflucht von Angehörigen der muslimischen Minderheit der ­Rohingya im Zuge einer Militäroffensive untersucht. Wa Lone und Kyaw Soe Oo wurden auf Grundlage eines noch aus der britischen Kolonialzeit stammenden Gesetzes schuldig gesprochen, staatsgefährdende Dokumente weitergereicht zu haben. Die beiden Journalisten waren am 12. Dezember des vergangenen Jahres verhaftet worden und befanden sich seitdem in Untersuchungshaft.

Das Urteil stieß international auf Ablehnung. Verschiedene Botschafter westlicher Staaten, die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sowie Organisationen wie Amnesty International und Human Rights Watch (HRW) forderten die Regierung in Naypyidaw zum Handeln auf. HRW monierte, dass das Urteil »politisch motiviert« ...

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