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04.09.2018 / Inland / Seite 4

Gemeinsam hetzt sich’s besser

Stuttgart: AfD-Mann denunziert einen linken Erzieher, CDU und Lokalpresse sekundieren

Johannes Rosenberg

»Seht her: Wer gegen uns aufsteht, den machen wir fertig. Also lasst es besser.« So deutet der Stuttgarter Jens H. die Botschaft einer wochenlangen Einschüchterungskampagne der Alternative für Deutschland (AfD) gegen sich. Bereitwillige Schützenhilfe gab es von der CDU und von einem der beiden Lokalblätter der baden-württembergischen Landeshauptstadt, den Stuttgarter Nachrichten.

Der Reihe nach: Im Sommer bekam ein AfD-Landtagsabgeordneter Wind davon, dass Jens H. aktiver Antifaschist ist. Seit Jahren engagiert er sich im linken Zentrum »Lilo Herrmann«. Er hat an zahlreichen Demos gegen rechts teilgenommen – und er ist vorbestraft. Außerdem ist er stellvertretender Leiter einer evangelischen Kindertagesstätte, wo er auch als Erzieher arbeitet. Ein vorbestrafter Antifaschist wird auf Kinder losgelassen? Ein Unding, fand AfD-Mann Emil Sänze – und versendete am 19. Juli eine ungelenk formulierte, mit Anspielungen und Suggestionen gespickte Pressemeldung an d...

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