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04.09.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

»Polizei lässt den Konflikt eskalieren«

Einsatz der Staatsgewalt im Hambacher Forst nimmt fast kriegerische Züge an. Ein Gespräch mit Andreas Büttgen

Wolfgang Pomrehn

Der Tagebau Hambach rückt auf Buir vor, auf das Dorf, in dem Sie wohnen. Wie ist das Leben am Rande des Braunkohleabbaus?

Zunehmend am Rande des Wahnsinns. Unser Ort wird bleiben, aber alle Verkehrswege aus der Umgebung wurden auf einem Streifen von etwa einem Kilometer am Rande des Dorfes gebündelt: Autobahn, Eisenbahn, Bundesstraße, Kohlebahn. Direkt dahinter beginnt das Gebiet, in das der Tagebau ausgedehnt werden soll. Dort steht der Hambacher Wald als letzter Schutz, den wir noch haben. Buir war mal ein ruhiger ländlicher Ort. Nun haben wir eine sechsspurige Autobahn vor der Haustür, über die täglich 70.000 Autos fahren. Wir ertrinken im Lärm.

Die alte Trasse der Autobahn verlief durch den Hambacher Wald?

Ja. Genau an der Stelle, an der man den Tagebau beenden könnte. Das wäre schon aus klimapolitischer Sicht notwendig, und wir hätten unsere Ruhe behalten. Dort haben wir auch unsere Rote-Linie-Aktionen gemacht. Mit insgesamt mehr als 6.000 Menschen h...

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