30.08.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Türkischer Einfluss

Ankara versucht in Syrien, seine Interessen mit Hilfe bewaffneter Gruppen durchzusetzen

Karin Leukefeld

Idlib war im Jahr 2011 die zweite Provinz, über die regionale und internationale Akteure mit Waffen und Kämpfern in Syrien Einfluss nahmen. Der Transfer wurde durch die Türkei organisiert, wie der ehemalige Außenminister von Katar, Hamad bin Jassim bin Dschaber Al Thani, im katarischen Fernsehen erklärte. Die Absprache sei mit Saudi-Arabien und der Türkei getroffen worden. Unter anderem die USA hätten mit Militär und Geheimdienst geholfen.

Westliche Staaten und die Golfmonarchien sind inzwischen zerstritten und haben einen Kurswechsel vorgenommen: Während letztere weiterhin die bewaffneten Gruppen finanzieren, reduzieren USA, Großbritannien und andere europäische Staaten ihre Zahlungen. Die Türkei, die eine lange Grenze mit Syrien teilt, hat Schätzungen zufolge bis zu 100.000 zum Teil schwerbewaffnete Kämpfer in der Nähe ihres Territoriums. Unklar ist, was mit denen geschehen soll.

In Idlib leben mehr als 2,5 Millionen Menschen, so die UNO, die angesichts...

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