29.08.2018 / Feuilleton / Seite 10

Eine Pause von Zuhause

Mehr wäre zuviel gewesen: Das »Once In A Blue Moon Festival« in Amsterdam zeigte sich widerständig

Frank Schwarzberg

»Wir lieben unser Land, tief und innig. Aber wir brauchen eine Pause. Es tut gut, mal weg zu sein«, meinte M. C. Taylor, Mastermind des US-amerikanischen Bandprojekts »Hiss Golden Messenger« am Sonnabend in Amsterdam, wo zum ersten Mal das »Once In A Blue Moon Festival« stattfand. Mit 5.000 Besuchern war es ausverkauft. Elf Stunden lang wurde auf drei Bühnen »Americana«-Musik der Extraklasse geboten, ohne dabei das Genre zu eng zu interpretieren. So gab es unter anderem gepflegte Songwriterkunst von Erin Rae, knorrigen Blues von Seasick Steve, einen exklusiven Europaauftritt der kraftvollen Rootsrocker Drive-By Truckers und mit David Crosby eine lebende Legende der Rockmusik.

Der Taylorsche Stoßseufzer wurde im Verlauf des Festivals dabei zu einer Art Leitmotiv, viele der fast durchgängig hochkarätigen Musiker verbanden ihre Auftritte mit klaren politischen Statements.

Altmeister Crosby benötigte dazu keine Zwischenmoderation, er ließ die Musik sprechen. ...

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