29.08.2018 / Ausland / Seite 8

»Forderung nach freier Abtreibung«

Chile: Feministische Kämpfe zwischen alten Forderungen und neuen Herausforderungen. Ein Gespräch mit Paola Arroyo Fernández

Eleonora Roldán Mendívil

Wie ist die aktuelle Situation in Chile in bezug auf antipatriarchale Kämpfe?

Der Feminismus in Chile hat eine lange Tradition. Es begann Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Kampf der Arbeiterinnen, die schnell ihre doppelte Ausbeutung sowohl bei der Lohnarbeit als auch zu Hause erkannten. Bereits in diesen Jahren sprachen sie von Abtreibung als Recht und stellten die weibliche Unterordnung in der Ehe in Frage. Was wir heute in Chile erleben, ist die Entstehung einer feministischen Bewegung, die sich mit den verschiedenen Herausforderungen dieses Jahrzehnts beschäftigt: Migration, unterschiedliche Sexualitäten, religiöser Fundamentalismus und der Fortschritt der Rechten auf regionaler Ebene.

Der chilenische Feminismus mit seinen verschiedenen Strömungen kämpft gegen eine Politik, die das Leben prekarisiert: In Chile sind fundamentale soziale Rechte, wie das auf eine sichere und kostenlose Abtreibung, nicht garantiert – das trifft arme Frauen besonders har...

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