29.08.2018 / Ausland / Seite 7

Sturm auf die Geschäfte

Erste Effekte von Wirtschaftsreformen in Venezuela lösen Euphorie aus, doch Unsicherheit bleibt

Modaira Rubio, Caracas

Gut eine Woche nach Beginn der Wirtschaftsreformen in Venezuela herrscht in weiten Teilen der Bevölkerung Hochstimmung. Über Nacht konnten die Menschen wieder Lebensmittel wie Fleisch oder Hühnchen einkaufen, die noch Stunden zuvor für die große Mehrheit unerschwinglich waren.

Das war so nicht absehbar gewesen. Zwar hatte die Regierung von Staatspräsident Nicolás Maduro den 20. August, an dem die Währungsumstellung in Kraft trat, für arbeitsfrei erklärt, um Probleme zu vermeiden. Ab diesem Datum gingen neue Geldscheine in Umlauf, die fünf Nullen weniger aufwiesen als die bisherigen gleichwertigen Banknoten. Der neue »Souveräne Bolívar« (Bs.S) ist an den Wert der Kryptowährung »Petro« gekoppelt, die sich wiederum am Erdölpreis orientiert.

Trotzdem herrschte zunächst Unsicherheit. Am Dienstag vergangener Woche waren etwa 50 Prozent der Geschäfte geschlossen geblieben. Die Ladenbesitzer, die Kunden bedienten, legten ihre Preise willkürlich fest. Erst am...

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