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24.08.2018 / Feminismus / Seite 15

Schreiben gegen Gewalt und Bigotterie

Am Sonntag würde die Schriftstellerin Angelika Mechtel 75 Jahre alt

Christiana Puschak

»Männliche Autoren scheinen gewichtiger; ihre Namen sind schneller parat. Wir haben die Tradition noch nicht überwunden, in der wir groß wurden.« Mit diesen Worten begann die Schriftstellerin Angelika Mechtel 1977 einen Aufsatz über Frauen im Literaturbetrieb. Untersuchungen belegten, dass es damals außer Ingeborg Bachmann, Christa Wolf und Ilse Aichinger keine zeitgenössischen Literatinnen gab, die öffentlich wahrgenommen wurden. Angelika Mechtel trug viel dazu bei, dass schreibende Frauen mehr ins Bewusstsein rückten. Sie selbst war in unterschiedlichsten Genres äußerst produktiv und engagierte sich zeitlebens für Menschen, die wegen ihres Schreibens politisch verfolgt wurden.

Geboren am 26. August 1943 in Dresden, wuchs Angelika Mechtel – nach der Flucht ihrer Eltern nach Kriegsende 1945 in den Westen – in Bad Godesberg auf. Als Tochter eines Journalisten und einer Schauspielerin war sie früh mit dem Medium Sprache vertraut. Ihrem Vater setzte sie mit ...

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