24.08.2018 / Feuilleton / Seite 11

Die Arbeitsweise der Alten

Wertschätzung des Handwerks in der Kunst: Eine Erinnerung an den Bildhauer Karl-Heinz Schamal (1929–2018)

Peter Michel

Seine Bildhauerei beeindruckte uns, seit wir sie kannten, weil seine Kunst und sein Charakter so übereinstimmten. Eines fand im anderen die vollkommene Entsprechung: die Stärke seiner Persönlichkeit und die Wirkungskraft seiner handwerklich vollkommenen Werke.

Karl-Heinz Schamal verzichtete auf visuelle Sensationen und führte die Erscheinungen auf ihr Wesen zurück. In den letzten Jahren war seine künstlerische Arbeit auch ein Kampf gegen die Einsamkeit. Er vermisste die Begegnungen mit anderen Künstlern, mit Schülern und Freunden; viele von ihnen gab es nicht mehr – oder sie gingen ihre eigenen Wege.

Sein Lehrer Gustav Seitz, dem ein Museum im brandenburgischen Trebnitz gewidmet ist, gab 1954 in einer Buchreihe der Akademie der Künste der DDR eine Schrift heraus, die den Titel trug »Eine Granitplastik entsteht«. Dieser Publikation ist ein Zitat Auguste Rodins vorangestellt: »Das Handwerk ist nur ein Mittel; der Künstler aber, der es verachtet, wird nie se...

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