23.08.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Behörden sind mehr oder minder machtlos«

Großinvestoren wie »Blackrock« profitierten von der Finanzkrise und gewinnen an Einfluss. Ein Gespräch mit Heike Buchter

Simon Zeise

Blackrock gilt als die größte Schattenbank der Welt. Was macht sie so gefährlich?

Die Chefs von Blackrock mögen den Ausdruck überhaupt nicht. Schattenbanken sind Institutionen wie Vermögensverwalter, Investmentfonds, Private Equity oder Hedgefonds. Es sind alle keine Banken, aber sie erfüllen zunehmend Funktionen, die bis vor nicht allzu langer Zeit Banken hatten. Dabei werden sie aber nicht reguliert wie diese.

Den Aufstieg verdankt Blackrock der Finanzkrise von 2008. Wie konnte der Konzern profitieren?

Schattenbanken gab es vorher schon. Aber in vielen Teilen des Finanzmarktes waren die traditionellen Geldhäuser dominant, die Handel und Kreditgeschäfte gemacht haben und in Sachen Finanzierung die Hand drauf hatten. Investmentbanker haben zwischen Unternehmen und Investoren vermittelt. Das war ihre Rolle, und dabei saßen sie an der Quelle. Die Dominanz der Banken ist vor zehn Jahren innerhalb einer Woche in einer rasanten Geschwindigkeit abgebaut worden....

Artikel-Länge: 4182 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe