21.08.2018 / Feuilleton / Seite 11

Von Inseln, Grenzen, Fallen

Bloß nicht festlegen lassen: Gianna Molinaris vieldeutiger Debütroman »Hier ist noch alles möglich«

Katharina Bendixen

Es beginnt mit einer Insel. Dort lebt ein unbekanntes Tier, das von einer Forschergruppe eingefangen wird, und während die Forscher noch darüber streiten, wer diesem Tier seinen Namen geben darf, ist es auch schon wieder entwischt. Die erste Seite von Gianna Molinaris Debütroman »Hier ist noch alles möglich« enthält schon vieles von dem, was sich durch das schmale Buch ziehen wird: geheimnisvolle Tiere, menschliches Versagen, jede Menge Inseln und kleine Geschichten, die in viele Richtungen deuten.

Zusammengehalten werden diese Elemente durch die namenlose Ich-Erzählerin des Romans, eine junge Frau, die auf der zweiten Seite ihren Dienst als Nachtwächterin in einer Verpackungsfabrik antritt. Seltsam unbeteiligt beobachtet sie ihr Umfeld: die wenigen Mitarbeiter und deren Stimmung im Angesicht der bevorstehenden Schließung, die Löcher im Zaun, den Wolf, der auf dem Gelände gesichtet wurde, und den Chef, der diesen Wolf unbedingt fangen will. Einige Beobach...

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