18.08.2018 / Inland / Seite 4

»Gefahrengebiet« in Spandau

Verehrer des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß wollen am Samstag durch Berliner Bezirk marschieren. Breites antifaschistisches Bündnis organisiert Proteste

Lothar Bassermann

Das geschichtsrevisionistische Heldengedenken für den Hitler-Stellvertreter und Kriegsverbrecher Rudolf Heß, zu dem Neonazis für diesen Samstag in Berlin aufrufen, wird trotz zahlreicher Verbotsforderungen allem Anschein nach stattfinden. Allerdings heißt es von Seiten der Polizei und des Innensenats, eine Verherrlichung von Heß, Gewaltaufrufe und ein positiver Bezug auf den deutschen Faschismus würden durch strenge Auflagen und Maßnahmen zu deren Einhaltung unterbunden. Zudem wird bis zuletzt mit einem juristischen Tauziehen um den Streckenverlauf gerechnet.

Die Versammlungsbehörde der Polizei will mit einem am Donnerstag bekanntgewordenen Verbot der angemeldeten Route im Stadtteil Spandau verhindern, dass die Neofaschisten am Ort des früheren Kriegsverbrechergefängnisses der Alliierten in der Wilhelmstraße vorbeimarschieren. Dort hatte sich Heß vor 31 Jahren nach mehreren fehlgeschlagenen Suizidversuchen 93jährig das Leben genommen. Das Gebäude war 1...

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