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17.08.2018 / Inland / Seite 5

Knochenjob, mies bezahlt

Altenpfleger verdienen in Sachsen-Anhalt am wenigsten. Private Einrichtungen gegen Tarifverträge

Susan Bonath

Der Zustand einer Gesellschaft zeigt sich im Umgang mit ihren schwächsten Mitgliedern. Der seit Jahren katastrophale Notstand in Pflegeheimen ist nur eines von vielen miserablen Zeugnissen für die diesbezügliche Lage in der Bundesrepublik. Trotz aktueller Stellungnahmen der Bundesregierung zugunsten höherer Löhne in diesem Beschäftigungsfeld ist der Beruf des Altenpflegers weiterhin einer der schlechtbezahltesten. Außerdem klaffen die Gehaltsunterschiede für Vollzeit arbeitende Fachkräfte zwischen Ost und West nach wie vor weit auseinander. Das zeigen aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA), über die am Donnerstag zuerst die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) berichteten.

Danach lag der durchschnittliche Bruttolohn einer Pflegekraft in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr um etwa ein Drittel höher als in Sachsen-Anhalt. Dort gab es im Mittel gerade einmal 2.136 Euro monatlich für einen Job mit 40 Wochenstunden – eine entspreche...

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