17.08.2018 / Inland / Seite 5

Lohnprellerei auf der Werft

IG Metall: Schiffsbauer im niedersächsischen Papenburg nutzt Werkverträge, um Arbeitern aus Osteuropa Rechte vorzuenthalten

Bernd Müller

Die Meyer-Werft im niedersächsischen Papenburg war bereits vor fünf Jahren in die Schlagzeilen geraten. Damals starben zwei rumänische Wanderarbeiter bei einem Brand in ihrer menschenunwürdigen Unterkunft. Sie waren mit einem Werkvertrag bei dem Schiffsbauer beschäftigt. Das Unternehmen reagierte, versprach Besserung. Doch jetzt gibt es wieder Berichte über den skandalösen Umgang mit Arbeitern aus Ost- und Südosteuropa. Ursula Wentingmann, Politische Sekreträrin bei der IG Metall Leer-Papenburg, bestätigte dies am Donnerstag im Gespräch mit junge Welt. Demnach werden immer wieder neue Fälle bekannt.

Viele, wenn nicht die meisten Vorfälle bleiben allerdings im Verborgenen. Nur selten würden sich Arbeiter aus Rumänien, Bulgarien oder anderen südosteuropäischen Ländern an die Beratungsstelle für mobile Beschäftigte in Oldenburg wenden, berichtete die IG Metall in der vergangenen Woche auf ihrer Internetseite. Gründe sich zu melden gebe es für viele Arbeiter,...

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