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15.08.2018 / Thema / Seite 12

Klassenkampf im Parkett

Vorabdruck. Hilfe beim sozialistischen Aufbau – in den 1950er Jahren trat der Dramatiker Peter Hacks für ein revolutionäres Theater in der DDR ein (Teil I)

Ronald Weber

Am kommenden Samstag erscheint Ronald Webers Biographie »Peter Hacks – Leben und Werk« im Berliner Eulenspiegel-Verlag. Wir dokumentieren im folgenden das leicht bearbeitete und gekürzte Kapitel »Klassenkampf im Parkett – das didaktische Theater«. Die Redaktion dankt Autor und Verlag für die freundliche Genehmigung zum Vorabdruck. (jW)

»Einige Gemeinplätze über das Stückeschreiben« (1956) ist die erste kunsttheoretische Äußerung des jungen Dramatikers, die breit wahrgenommen wird. Hacks argumentiert hier in Anlehnung an Hans Mayer, dass das fortschrittliche Theaterstück plebejisch und rationalistisch sein müsse. Es zeige die Vertreter der unteren Klassen als geschichtlich handlungsstarke Subjekte und die Vernunft als »Ideologie des Fortschritts«. Plebejertum und Rationalismus seien die beiden zentralen Bestandteile des Realismus. Übertragen auf die Gegenwart, so folgert er, bedeute dies, fortschrittliche Kunst müsse »proletarisch und dialektisch« sein....

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