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10.08.2018 / Inland / Seite 5

Punkten für Bayer

Ärztliche Fortbildungen sind oft reine Werbeveranstaltungen der Pharmaindustrie. Steigende Profite dank sinkender Qualität der Qualifizerungsangebote

Ralf Wurzbacher

Als Arzt darf in Deutschland nur praktizieren, wer sich kontinuierlich weiterbildet. So steht es sogar im Sozialgesetzbuch, konkret im seit 2004 geltenden Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GMG). Den Nachweis, fachlich auf der Höhe der Zeit zu sein, müssen Mediziner durch Vorlage sogenannter CME-Punkte erbringen. Das Kürzel steht für »Continuing Medical Education«, und das System dahinter soll ein entscheidender Garant für die Sicherung der medizinischen Qualität im deutschen Gesundheitssystem sein. Denn, wer nicht eifrig Punkte sammelt, dem droht der Entzug seiner Zulassung durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die ihrerseits dazu verpflichtet ist, »ihre Mitglieder auf Einhaltung ihrer Fortbildungspflichten zu überprüfen«.

Soweit die Theorie. In der Praxis herrschen andere Gesetze – vor allem das des Geldes. Nur ein Fall unter vielen: Am 18. Juli hatte der Münchner Anbieter von CME-Fortbildungen Omniamed Deutsc...

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