09.08.2018 / Feuilleton / Seite 10

Angst vor Kontrollverlust

Thomas Wagner

Der mittlerweile 95jährige ehemalige US-Außenpolitiker und Regierungsberater Henry Kissinger hat sich in Sachen künstlicher Intelligenz (KI) zu Wort gemeldet. Nachdem er im Jahr 2014 im Rahmen einer Tagung zu transatlantischen Themen mit den rasanten Fortschritten auf diesem Gebiet konfrontiert worden war, berief er informelle Treffen mit Experten ein, um seinen Wissensrückstand aufzuholen.

Die vorläufigen Ergebnisse seines Nachdenkens über die politischen Folgen der technologischen Entwicklungen teilte er den Lesern von Springers Die Welt (16.6.2018) in einem Gastbeitrag mit. Im Zuge der gegenwärtigen »Technikrevolution« scheine eine Welt auf, die nicht mehr durch die Entscheidungen nachdenkender und normengeleiteter Menschen, sondern durch Daten und Algorithmen zusammengehalten werde. Durch »soziale Medien« würden die Nutzer von der für gut durchdachte Entscheidungen notwendigen Einsamkeit abgehalten. »Das schwächt die Willensstärke, die für die Herausb...

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