09.08.2018 / Ausland / Seite 8

»Unterwerfung unter das Finanzsystem verhindern«

IWF-Diktat wäre trotz Milliardenhilfe verheerend für Argentinien. Ein Gespräch mit Claudio Katz

Interview: Mario Hernandez

Warum sind Sie gegen die Maßnahmen, zu denen sich die argentinische Regierung gegenüber dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verpflichtet hat, um eine Finanzhilfe von bis zu 50 Milliarden Dollar zu erhalten?

Weil es offenkundig keine Möglichkeit gibt, die dramatische Lage des Landes zu überwinden, ohne das Abkommen mit dem IWF kategorisch abzulehnen. Vergessen Sie nicht, dass diese Vereinbarung 36 Monate gilt, also auch die nächste Regierung bindet. Der IWF hat sich nicht verändert. Seine angebliche neue soziale Sensibilität wird durch seine Anpassungspolitik in allen Ländern widerlegt.

Was ist Ihre Alternative?

Um Massenentlassungen, drastische Lohnsenkungen, die Schrumpfung der Wirtschaftsaktivität, die Aufgabe unserer Souveränität und die Unterwerfung unter das internationale Finanzsystem zu verhindern, ist es nötig, den Schuldendienst auszusetzen. Diese Entscheidung ist wesentlich, um die blühende Spekulation mit öffentlichen Anleihen zu begrenzen ...

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