08.08.2018 / Ausland / Seite 6

Zurück zum Neoliberalismus

In Ecuador nimmt die Armut wieder zu. Präsident beseitigt soziale Errungenschaften

Volker Hermsdorf

In Ecuador zeigen die neoliberalen Kurskorrekturen des seit Mai 2017 regierenden Präsidenten Lenín Moreno erste Wirkungen. Nach einer Veröffentlichung des Nationalen Statistikinstituts (INEC) vom Juli lebten im ersten Halbjahr 2018 rund 24,5 Prozent der Bevölkerung in »Armut«. Die Zahl der Armen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent. Die »extreme Armut« nahm im selben Zeitraum von 8,4 auf 9 Prozent zu. Auch die Arbeitslosenzahlen steigen, während die Zahl der regulären Vollzeitarbeitsplätze abnimmt. Die Veränderungen seien statistisch zwar noch nicht signifikant, markierten jedoch einen besorgniserregenden Trend, heißt es in einer am Sonntag vom »Strategischen Zentrum Lateinamerikas für Geopolitik« (Celag) veröffentlichten Analyse.

Das angesehene Forschungs- und Bildungsnetzwerk warnt vor den Konsequenzen der von Moreno forcierten Abkehr von der Wirtschafts- und Sozialpolitik seines linken Vorgängers Rafael Correa. Anfang des Jahres hatte die ...

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