08.08.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Die Südfront aufbauen

NATO nennt kein Datum für Beitritt Georgiens. Doch die Zusammenarbeit gegen Russland wird immer enger

Reinhard Lauterbach

Auf den ersten Blick war die Abschlusserklärung des letzten NATO-Gipfels mit Blick auf Georgien die »same procedure as every year«. Das Land wurde gelobt als »einer der stärksten Partner der NATO«; und wie auf jedem Gipfel seit 2008 wurde ihm die prinzipielle Möglichkeit des Beitritts zum westlichen Militärbündnis zugesagt. Doch ein Datum wurde – anders, als russische Medien damals meldeten – nicht genannt.

Gleichwohl wird die Zusammenarbeit zwischen Georgien und der NATO unterhalb der Ebene einer direkten Mitgliedschaft immer enger. Soldaten des Kaukasuslandes sind an allen Interventionskriegen des Westens beteiligt, zwar weniger mit Kampf- als mit Sicherungseinsätzen, aber auch das schlägt zu Buche. Die NATO ist derweil intensiv damit beschäftigt, georgische Truppen zu trainieren und auszurüsten. Nicht zuletzt hat sich das Land als Umschlagplatz für verdeckte US-Waffenlieferungen an die Ukraine bewährt. Und die gemeinsamen Militärübungen häufen sich: Ge...

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