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07.08.2018 / Titel / Seite 1

Hiroshima mahnt

Zehntausende starben bei Abwurf von US-Atombombe. 73 Jahre später wird in BRD über Beschaffung nuklearer Waffen diskutiert

Jan Greve

Ein historischer Tag, dessen Aktualität nicht zu übersehen ist: Am Montag ist der Opfer des ersten Atombombenabwurfs vor 73 Jahren gedacht worden, in dessen Folge die japanische Großstadt Hiroshima dem Erdboden gleichgemacht wurde. Ministerpräsident Shinzo Abe sprach bei einer Zeremonie anlässlich des 6. August 1945 davon, sein Land wolle sich an die Spitze der Abrüstungsbemühungen der internationalen Gemeinschaft stellen. Seine Worte machen deutlich: Der Kampf für eine atomwaffenfreie Welt ist noch lange nicht zu Ende.

Einen unrühmlichen Beleg für die Aktualität der Debatte lieferte jüngst ein Mann der Wissenschaft namens Christian Hacke. Der Politologe sprach sich Ende Juli in einem Beitrag im Springerblatt Welt am Sonntag dafür aus, die Bundesrepublik müsse atomar aufrüsten. Durchaus konsequent: In Zeiten, in denen Aufrüstungspläne längst Regierungshandeln bestimmen, braucht es für Bellizisten wohl neue Forderungen.

Was nukleare Waffensysteme anri...

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