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07.08.2018 / Feuilleton / Seite 10

Katzenparasiten

Helmut Höge

Die Schriftstellerin Doris Lessing besaß in ihrem Leben viele Katzen und veröffentlichte mehrere Bücher über sie. Zuletzt meinte sie, sie trauere mehr über eine gestorbene Katze als über einen gestorbenen Bekannten oder Verwandten.

Ja, sagt da das Magazin der Max-Planck-Gesellschaft Forschung in seiner ersten Ausgabe 2018, womöglich ist der Einzeller »Toxoplasma gondii« daran schuld, denn der »tut alles dafür, Mensch und Katze zusammenzubringen. Den Menschen braucht er als Zwischenwirt (…). Denn nur im Darm von Raub- oder Hauskatzen kann der Parasit neue Eier produzieren (…) Das würde erklären, warum sich infizierte Menschen von Katzen besonders angezogen fühlen.«

So weit so idiotisch. Ich habe dieses »Forschungsergebnis« im Nachwort zu meinem Buch »Die lustige Tierwelt und ihre ernste Erforschung« als »Abbremser« verwendet – nachdem ich den Philosophen Hans Blumenberg gegen die Genpool-Erhalter zitiert hatte: »Auch ohne naturschützerische Gebärde muss ge...

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