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04.08.2018 / Geschichte / Seite 15

Versprechen gebrochen

1928 gewann die SPD mit der Agitation gegen den Bau des »Panzerkreuzers A« die Reichstagswahlen, knickte dann aber ein

Reiner Zilkenat

Im Jahr 1928 spitzten sich die politischen Auseinandersetzungen in Deutschland zu. Die Koalition unter der Führung des Politikers der Zentrumspartei Wilhelm Marx und der Reichstag hatten im März beschlossen, insgesamt 80 Millionen Mark für den Bau eines 12.000 Tonnen schweren Panzerkreuzers aufzuwenden, eines der modernsten Kriegsschiffe der damaligen Zeit. Weitere Einheiten dieses »Panzerkreuzers A« sollten in den folgenden Jahren in Dienst gestellt werden. Eine erste Rate in Höhe von 9,3 Millionen Mark war bereits für den Wehretat des Jahres 1927 vorgesehen gewesen. Doch in der Vertretung der Länder, dem Reichsrat, legte das sozialdemokratisch regierte Preußen Widerspruch ein, so dass erst im März 1928 der von den bürgerlichen Parteien dominierte Reichstag das Geld freigeben konnte. Die SPD trat in der Öffentlichkeit energisch gegen die maritimen Aufrüstungspläne der Regierung auf. Als die bürgerliche kleine Koalition (Deutschnationale Volkspartei, Zent...

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